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bei BĂŒndnis 90 / Die GrĂŒnen in Horstmar und Leer.

 

 


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Stadtentwicklung und Soziales

Stadtentwicklung

Es war einmal – so fangen die meisten mĂ€rchenhaft anmutenden Geschichten an...

Es war einmal ein Investor, der von der Stadt Horstmar vertraglich verpflichtet ward, bei der Bebauung der Alten Molkerei fĂŒnf Sozialwohnungen zu schaffen. Leider ergab es sich, dass besagter Investor sich stĂ€rker finanziellen, denn sozialen Interessen verpflichtet fĂŒhlte, so dass er es schlichtweg versĂ€umte, rechtzeitig entsprechende AntrĂ€ge zu stellen (man kann ja nicht an alles denken!). Und die Moral von der Geschicht':

Sozialwohnungen gibtÂŽs hier nicht!

Den Stadthaltern bereitete dies nicht unbedingt schlaflose NĂ€chte, sondern man verfiel auf die geniale Idee, selbigen Investor mit dem Bau von Sozialwohnungen an anderer Stelle zu belohnen.

Nicht nur in unserem beschaulichen Horstmar, auch auf der großen politischen BĂŒhne ist ein solches Vorgehen ĂŒber alle „Maaßen" befremdlich! Und so endet auch diese mĂ€rchenhafte Geschichte, wie alle „guten" MĂ€rchen enden:

Und da sie nicht gestorben sind, machen sie so weiter....

Um hieraus keine „Unendliche Geschichte" werden zu lassen, fordern wir von Stadt und Verwaltung eine zukunftsorientierte, verpflichtende Stadtentwicklungsplanung, die das „Alte Krankenhaus", die RatsschĂ€nke, deren NachbargebĂ€ude und das ehemalige Schulte-GelĂ€nde am Borghorster Weg einbezieht.

Die Stadt muss wesentlich stĂ€rker Herr des Verfahrens sein und sich in der Planungshoheit nicht vom GutdĂŒnken gewinnmaximiert orientierter Investoren abhĂ€ngig machen (s. Bild).

Stadtentwicklung 2

Es ist eine essentielle Aufgabe jeder Kommune, die DaseinsfĂŒrsorge aller ihrer BĂŒrger sicherzustellen. Offensichtlich aber scheut die Stadt und ihre eigene Wohnbauförderungsgesellschaft GIWo im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden Eigeninvestitionen wie „der Teufel das Weihwasser"!

Wer jetzt gedacht hat, dass die mĂ€rchenhafte Geschichte schon beendet sei, der sieht sich getĂ€uscht – das MĂ€rchen „spinnt" sich weiter....

Wir kommen nun auf die in der Eichendorffstraße geplanten Sozialwohnungen:

Gesetzlich steht bedĂŒrftigen Familien je nach Personenzahl sowie Einzelpersonen eine definierte WohnraumgrĂ¶ĂŸe zu. GrundsĂ€tzlich ist es somit die Aufgabe der Stadt, eine flexible Wohnraumgestaltung sicherzustellen, die aktuellen und zukĂŒnftigen Bedarfen gerecht wird.

Mit der ursprĂŒnglich vom Investor vorgesehenen GrĂ¶ĂŸe zwischen 54 und 68 Quadratmetern sind die neu geplanten Wohnungen fĂŒr Familien mit mehreren Kindern wie auch fĂŒr Einzelpersonen denkbar ungeeignet.

Die Stadtverantwortlichen hingegen verneinten anfĂ€nglich den Bedarf an einem flexibleren Wohnraumkonzept, welches BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen schon seit lĂ€ngerem fordert. Erst nachdem wir mehrfach interveniert haben, erklĂ€rte man sich bereit, zumindest zwei Wohnungen mit entsprechender GrĂ¶ĂŸe zu schaffen.

Ein Konzept sieht anders aus – es ist eher ein Tropfen auf dem heißen Stein

Die Begleitung geflĂŒchteter Mitmenschen wird in Horstmar und Leer stark durch Ehrenamtler geleistet, die den Betreuungsbedarf zusehends weniger gut auffangen können.

Dennoch ist es wiederum dem Ehrenamt oblassen einen Treffpunkt zu schaffen, der Begegnungen und Austausch ermöglichen soll. Auch hier sehen sich viele ehrenamtlich engagierte Mitmenschen von der Stadt allein gelassen. Lediglich auf NeujahrsempfÀngen und sonstigen FestivitÀten wird mit blumigen Worten die Bedeutung dieses Ehrenamts gelobt.

Es wĂ€re wĂŒnschenswert, wenn man den Worten auch Taten folgen ließe und sich aktiv in diesem Bereich engagiert!

Erstaunt darf der interessierte Leser zur Kenntnis nehmen, dass die Verwaltung erst auf unsere Information hin eine Stelle im Bereich FlĂŒchtlingshilfe in den Haushalt eingebracht hat. Diese Stelle wird vom Kreis Steinfurt zu 100% finanziert.

Was aber nach wie vor fehlt und verwaltungsseitig nicht angegangen wird, ist eine mittel- bzw. langfristigere Planung.

Schon seit lĂ€ngerem fordern wir die Schaffung einer Sozialarbeiterstelle. Neben der hauptsĂ€chlichen BeratungstĂ€tigkeit hat dies den positiven Nebeneffekt, dass hĂ€ufig zu Recht kritisierte MissstĂ€nde in den bereitgestellten, stadteigenen oder angemieteten Wohnungen vermieden werden oder gar nicht erst entstehen mĂŒssen. Hier hĂ€lt es offensichtlich die Verwaltungsspitze wie mit der vom Land geförderten aber dennoch nicht geschaffenen Stelle des Klimaschutzmanagers:

Auch wenn wir eigentlich total ĂŒberlastet sind, um uns dieser Probleme anzunehmen, bringt dies doch eher Unruhe in unsere ach so beschauliche und ĂŒberschaubare kleine heile Verwaltungswelt.